Wow, ein Afro-Kamm mit Reichsadler und Hakenkreuz. So etwas sieht man nicht oft.
Neben anderen Dingen, wie z.B. der Organisation des Umzugs nach Rotterdam, dreht im Moment Det snurrar i min skalle von Familjen in meinem Schädel seine Runden.
Der Junge war vielleicht fünf und sass neben seinem Pa in der S-Bahn. Auf dem Kopf prangte eine Baseballmütze mit der Aufschrift “Hambrug”. Nach drei Mal hinsehen (“irgendwas stimmt hier nicht, hmm”) war der Buchstabendreher zu mir durchgedrungen. Ob dem Vater die falsche Schreibweise der von ihm lokalpatriotisch verehrten Stadt schon mal aufgefallen war?
Nach einer Befragung der Kamelopedia bin ich schlauer: Hambrug ist eine alternative Schreibweise des Namens einer norddeutschen Hafenstadt namens Hamburg.
Ah, hier kann ich meine Kenntnisse über niederländische Do’s & Don’ts auffrischen, wie praktisch. Darf man das in den Niederlanden?
Zum Abschied sagen die Niederländer Het was gezellig, was so viel heißt wie Es war nett, gemütlich. Ein Schlüsselsatz, den Sie sich merken sollten. Werden Sie auf diese Art verabschiedet, so hat es mit Ihrer Integration ziemlich gut geklappt.
Das Reklamefilmchen für Naomi Kleins neues Buch The Shock Doctrine ist extrem gut gemacht. Von Alfonso Cuarón, dem Regisseur von Children of Men. Jetzt bin ich voll gespannt auf das Buch.
Battles — Tonto: UVAs in einem Steinbruch in Wales gefilmter Clip für die neue Single von Battles. Bei so etwas ist es immer schade, dass Youtube nur so schräppelige Bildqualität hat.
Ausserdem: kleine Doku über die Lichtspezialisten von UVA, mit einem Battles-Video-Making-Of im letzten Viertel.
Hmmm… ist die Kategorie jetzt “Rock” oder “Kunst”?
Ein echter Computernerd darf den Plot von Live Free Or Die Hard natürlich nicht allzu ernst nehmen. Einfach das Gehirn in Urlaub schicken.
Siehst Du C., die Kölner lieben ihre Stadt. Bestimmt kannst Du Dich auch noch mit Kölle anfreunden.
Toll in einer Zeit zu leben in der Animal Collective, M.I.A., LCD Soundsystem und Battles im Plattenladen unter “Pop/Rock” einsortiert sind.
Hah, exzellent: Things I Learned from Watching Hard Boiled. Vom Hong-Kong-Actionkino lernen heisst siegen lernen.
Atelier van Lieshouts Workshop for Weapons & Bombs von 1998 ist ein mobiles chemisches Labor, in dem mit einfachen Haushaltsmitteln und frei verfügbaren Materialien Waffen und Bomben gebaut werden können.
“Oh mann, voll nervig. Der DJ lässt den Beat langsam kommen, man denkt hey, tanzen, aber nach ein paar Takten wieder frickelige Geräusche. Dan wieder Beat, dann wieder Gefrickel.” “Der nennt seine Musik ja auch Frickelbumms.”
Leben in verschiedenen Zeitzonen. Ihr Abend ist meine Nacht. Morgens wird der Staffelstab übergeben. Wir müssen die Kontinuen wieder geradebiegen.
Failing to prepare Preparing to fail
Portfolio von Thymann. Eine Art reduzierter, will fast sagen natürlicher, David LaChapelle-Stil. Heisser Scheiss.
Man fühlt sich schlecht oder ungerecht behandelt, hat aber nicht den Mumm die Konfrontation zu suchen. Stattdessen schreibt man böse Briefe, Post-Its, Blog-Einträge. Passiv-aggressive Notizen wie diese:
Finally, after he used most of my expensive shampoo I snapped. I urinated in the shampoo bottle, there was only about an inch left of shampoo, I shook it all up to mix it in. I bought new shampoo that I kept in my room. He continued to use the urinated shampoo. He never clued in. I never told him.
Die versammelten Notizen sind faszinierend. Soziales Versagen auf allen Ebenen. Und die Verfasser fühlen sich aber sowas von im Recht.
One, Two, Three: Eine eiserner-Vorhang-Screwball-Comedy von Billy Wilder aus dem Jahr 1961. Als ich den zum ersten mal sah, war ich über das sexy & sexuell befreite, kaugummikauende Fräuleinwunder Lilo Pulver doch sehr überrascht, da ich sie nur in älter als langweilige Sesamstrassentante kannte.
Dieser Film hat ausserdem eine der grausamsten Folterszenen der Filmgeschichte: Der junge Sozialist Horst Buchholz wird von der Stasi verdächtigt, ein amerikanischer Spion zu sein und wird mit Rock’n’Roll gemartert.
John Woo hat mit Hard Boiled im Jahr 1992 die Latte für Actionfilme ziemlich hoch gelegt. Ein blutiges Ballett, scheiss auf Plausibilität, es sieht einfach nur geil aus: Doppelwumme in Zeitlupe, Körper fliegen durch die Gegend und jeder einzelne Gegenstand wird mit Schnellfeuerwaffen in seine Atome zerlegt.
Josephine Mecksepers kühle konservative Schwestern. Vice-Mags laszive Polit-Schönheiten (zum Teil erfunden). Mode ist Politik ist Kunst ist alles egal.
Carlos Vermut, der Name klingt super. Und der Typ macht auch Comics. Ungestümer spanischer Style.