Woody Allen ist ja doch ganz witzig. In Take the Money and Run jedenfalls. Eine Doku über Virgil Stalkwell, einen äusserst ungeschickten Bankräuber. Die ganze Zeit diese absolut trockene Off-Erzählerstimme.
Was hätten Legionen von Sci-Fi Mangas wohl ohne Blade Runners neon noir gemacht?
Das beste an Control ist der Blickwinkel. Der Rockstarzirkus wird grösstenteils ausgeblendet, es geht mehr um die häusliche Situation von Ian Curtis, um die Situationen, die ihn zu seiner dunklen Poesie bewegt haben.
Gesellschaftstanz als Nonkonformismus ist eine interessante Prämisse, die in “Shall We Dansu?” für vergnügliche Momente sorgt. Der japanische Schreibtischjockey Herr Sugiyama lässt den Büroalltag hinter sich und schüttelt anfangs zögerlich, später begeistert das Tanzbein. Aber ach, Herr Sugiyama vergisst über seine neugewonnene Liebe zum Tanzen ein bisschen seine Familie. Leider verhindern gesellschaftliche Zwänge sowohl dass er seiner Frau von seinem Hobby erzählt als auch dass seine Frau fragt was eigentlich mit ihm los ist. Und dann ist da noch die hübsche, aber etwas distante Tanzlehrerin Mai.
Bisschen frustrierend für alle Beteiligten, zum Ende hin löst sich aber alles in Wohlgefallen auf.
Der niederländische Zweig der Piratenpartei, einer Partei, die sich Datenschutz ganz gross auf die Totenkopf-Flagge geschrieben hat, bietet auf seiner Webseite zum vernünftigen Lesen der Seite einen Adsense-Link zum Download der Google-Toolbar-Edition von Firefox an. Spacken.
Update: Nach einer freundlichen Mail von mir ist der Link entfernt worden.
[…]the gynecological-flagellative term for uxorial dominance.
Eine beschissenere Umschreibung für “pussy-whipped” gibt es wohl nicht. Applaus. Stammt aus dem verfickten Artikel “What the Fuck? — Why we curse”. Scheisse.
Gestern bei tent die Dutch Design Idols gesehen und gratis Bier getrunken. Mmh, gratis Bier. Die präsentierten Entwürfe haben mich allesamt nicht vom Hocker gehauen, die Jury war etwas zu unkritisch und der Moderator ist wie ein ADHS-Flummi auf Speed durch die Gegend gesprungen. Bisschen komische Veranstaltung.
Gewonnen hat eine junge Modedesignerin mit hübschen, aber recht braven Kleidern, die aussehen wie gefaltetes Papier.
Hier bonkt het nieuwe hart van Rotterdam, aber mein chikka-chakka-Rhythmus ist noch etwas out of sync. Eine neue Stadt erkunden ist spannend aber macht auch müde Beine. Und behördliche Hürden machen müden Kopf.
Vanishing Point wurde in Death Proof so oft erwähnt, kann man sich dann ja mal ansehen. Hauptdarsteller: die Wüste und ein Dodge Challenger. Ein paar Menschen spielen auch noch mit. Z.B. Kowalski, der schweigsame Fahrer des Dodge, der wegen einer Wette (oder einfach so aus Scheiss, ohne Wette wär der auch so gefahren doo) von Denver, CO nach San Francisco, CA rast.
Motive und Vorgeschichte für Kowalskis Amokfahrt werden nur kurz angerissen, sind eigentlich auch nicht so superwichtig. Der Film fängt an, Kowalski fährt an Punkt A los und hält, pedal to the metal, auf Punkt B, das Ende des Films und sein eigenes, zu.
Mmmh, neues Album von Radiohead. Das Album ist ehm… “donationware”, was wahrscheinlich bedeutet, dass viele Leute es von Radiohead geschenkt bekommen.
Mir wurde es jedenfalls geschenkt, und ich schaue dem geschenkten Gaul jetzt zum zweiten Mal ausführlich ins Maul und finde nicht, dass was nichts kostet nichts wert ist. Schwurbeldihu!
Also: ist gut. Wirklich schön. Jetzt muss ich doch 60 Ocken für die Box berappen. Mist.
Interview mit den Meat Puppets über Punkrock, Nirvana, die Freuden einer zünftigen Heroinsucht und in den Rücken geschossen werden.
He shot me right in the middle of my lower back and the bullet hit my spine. Fortunately, I was fat enough. I mean, it was a .357, which is a big fucking gun.
Ach ja, hier geht ja auch noch etwas… manchmal gibt es in der neuen Wohnung Internet vom ungeschützten Netzwerk “La Rochelle”. Ein eigener Anschluss wird noch eben auf sich warten lassen. Das System™ kommt nämlich mit Leuten, die ihre prima bezahlten Jobs aufgeben und ins Ausland und die finanzielle Unsicherheit aufbrechen nicht so gut klar.
Für Telefonanschluss, Internet, Gas, Wasser, Strom, Atemluft etc. braucht man natürlich ein Girokonto. Dieses erhält man aber nur, wenn man eine feste Anstellung und die letzten drei Lohnabrechnungen vorweisen kann. Und um den Kreis rund zu machen kann man sich ohne Girokonto auch nicht bei der Zeitarbeitsfirma einschreiben. Hurra!
Hey, aber ansonsten ist alles prima und nach Wunsch. Das Häuschen ist niedlich, die Nachbarn sind supernett, die Stadt und ihre Bewohner sind angenehm.