Reflection in the Mirror (Svetlana Proskurina, 1992, Russland) hatte ziemlich schlechte Untertitel, daher kann ich über die Dialoge nicht so viel sagen. Egal, die Bilder waren wunderschön. Ein gefeierter Schauspieler kündigt seinen Job beim Theater, dann fängt sein Leben an, sich mit der theatralischen Scheinwelt der von ihm dargestellten Charaktere zu vermischen. Wo liegt die Grenze zwischen Figur und Mensch?
Auf visueller Ebene wird diese Unentschlossenheit durch Spiegelungen hervorgehoben. Bei Gesprächen schauen die Sprechenden den Spiegel an, ganze Szenen wirken wie durch eine spiegelnde Schaufensterscheiben aufgenommen. Realität und Spiegelung vermengen sich. Am Ende des Films springt der Schauspieler in spiegelndes Wasser und durchbricht so die Grenze zwischen Schein und Wirklichkeit.